Kfz-Sachverständigen- und Ing.-Büro Hoppe und Ganter

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DAT Prüf- und Schätzungsstelle
Classic Data Vertragspartner
A. Hoppe ist von der IHK Südl. Oberrhein öffentlich bestellt und vereidigt für Kfz-Schäden und -Bewertung

Tipp:
Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen die gegnerische Versicherung einen "Full-Service" bietet. Versicherer haben in der Regel nur das Ziel Schadenersatzleistungen auf ein Minimum zu begrenzen.

Und die Versicherung?

Die Versicherung versucht zunächst einmal - und häufig um jeden Preis - Schadenersatzaufwendungen, die zu leisten wären, zu reduzieren. Denn die Beiträge sind seit Jahren zu niedrig kalkuliert, aber kein Versicherer will dem Konkurrenzdruck nachgeben. Wenn aber die Einnahmen nicht auf ein sinnvolles Maß gesteigert werden können, muss zwangsläufig an den Ausgaben gespart werden.
Es gibt eine Vielzahl von "Einsparmöglichkeiten". Die beiden wichtigsten aus dem täglichen Schadengeschäft stellen wir Ihnen vor. Das Regulierungsgeschäft ist jedoch so vielschichtig, dass es zig weitere kleinere und große Einsparversuche gibt.

Kürzung des Sachverständigenhonorars

Wenn Sie an dem Unfall nicht Schuld sind, muss die Versicherung des Unfallgegners die Kosten des Gutachtens bezahlen. Sollten Sie eine Teilschuld erhalten, dann muss die Versicherung Ihnen die Sachverstï¿œndigenkosten nur nach Quote bezahlen.
Aber auch in Fällen, in denen Sie nur 70% oder gar 50% Ihres Schadens - und damit auch der Sachverständigenkosten - ersetzt bekommen, kann sich die Beauftragung eines Sachverständigen schon lohnen. Denn wenn Sie Ihren Schaden zu gering beziffern, dann ist der Verlust meistens deutlich größer als 30% oder 50% des Honorars des Sachverständigen.
Es gibt einige wenige Versicherer, z.B. die HUK Coburg, die Kravag und die Zurich (schreibt sich tatsächlich ohne Ü-Punkte...), die versuchen auch außerhalb von Qutenschäden die Bezhalung des Sachverständigenhonorars (mit fadenscheinigen Gründen) zum Teil zu verweigern. Lassen Sie sich hiervon nicht einschüchtern.
Über diese Versicherungen sind in den Medien in den letzten Jahren diverse Berichte erschienen, die die Machenschaften aufzeigen. Im übrigen hat beispielsweise die HUK Coburg mittlerweile tausende Honorarprozesse verloren, somit ist die Rechtsprechung eindeutig. Vor allem wird die Rechtsprechung durch den BGH gestärkt, der eindeutig zu Gunsten der Sachverständigenhonorare als notwendigen Schadenersatz geurteilt hat.

Abrechnung nach Zeitaufwand oder nach Schadenhöhe?

Wir möchten Sie ganz kurz mit der gängigen (und sinnvollen) Abrechnungspraxis der meisten Sachverständigen vertraut machen: Im Regelfall wird ein Grundhonorar berechnet, das sich an der Höhe des Schadens orientiert und zusätzlich werden die Nebenkosten gewinnneutral berechnet.
Das hat mehrere Vorteile:
Notwendige Gutachten für kleinere Schäden (bis etwa 3.000,- €) stehen kostenmäßig in einem vernünftigen Verhältnis zum Schaden.
Mit dem Grundhonorar sind im Regelfall alle Tätigkeiten bezahlt, auch spätere Rückfragen. Bei einer Abrechung nach Zeitaufwand würden oftmals nach der eigentlichen Regulierung noch weitere Ansprüche des Sachverständigen auf Grund weiteren Zeitaufwandes anfallen. Das wird kompliziert und für die Versicherung vor allem teuer.
Zudem haftet der Sachverständige für sein Gutachten. Sein Haftungsrisiko ist also ebenfalls direkt von der Schadenhöhe abhängig. Im Übrigen ist die Schadenhöhe im Regelfall auch ein Maß für den Zeitaufwand, der bei der Gutachtenerstattung aufgewendet werden musste.
Für eine reine Abrechnung nach Zeitaufwand sprechen keine Argumente. Diese Abrechnung ist im Übrigen deutlich schlechter prüfbar als eine Abrechnung nach Schadenhöhe, denn die steht ja fest und kann im Gutachten nachgelesen werden.
Es gibt eine große Sachverständigenorganisation, die ihren größten Teil der Gutachten von Versicherungen bezieht. Diese Organisation rechnet mittlerweile aus einer Mischung nach Zeitaufwand und sonstigen Faktoren ab.
In diesen Rechnungen haben wir bisher weder Zeit- noch Stundenlohnausführungen gesehen, die nachprüfbar oder nachvollziehbar gewesen wären. Lassen Sie sich diesbezüglich nicht mit einer Versicherung auf Diskussionen ein. Die Abrechnung nach Schadenhöhe ist allgemein anerkannt und wird von praktisch allen Versicherern akzeptiert.

Ärger über den Reparaturumfang, die Versicherung sagt, es geht auch billiger...

Sollte die Versicherung tatsächlich nach der durchgeführten Reparatur einwenden, es wäre auch billiger gegangen und will deshalb die Versicherung nur einen Teil der Reparaturkosten abrechnen, so können Sie unbesorgt sein.
Bei konkret durchgeführter Reparatur sind die Kosten von der Versicherung zu übernehmen, sofern nach den Vorgaben des Gutachtens repariert worden ist.
Sollte es während der Reparatur zu einer Ausweitung des notwendigen Reparaturumfanges kommen, sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite, wenn Sie ein Gutachten eingeholt haben.
Der Sachverständige wird bei größeren Abweichungen eine Nachbesichtigung durchführen und das Gutachten entsprechend ergänzen. Sie sind dann gegenüber der Versicherung wieder auf der sicheren Seite, weil sie nicht einwenden kann, der Reparaturumfang sei nicht notwendig gewesen.
Sollten sich kleinere Abweichungen ergeben, beispielsweise weil etwas mehr Instandsetzungszeit als vorauskalkuliert benötigt wurde, wird der Sachverständige eine Rechnungsprüfung vornehmen und der Versicherung die Abweichung erläutern. Auch in diesem Fall sind Sie auf der sicheren Seite, weil nicht Sie die Erklärung für die Reparaturausweitung abgeben müssen.
Im Regelfall wird sich Ihre Werkstatt direkt mit dem Sachverständigen in Verbindung setzen.

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